Ursachen und Folgen einer Beckenbodenschwäche
Die Beckenbodenmuskulatur übernimmt im Körper eine wichtige Aufgabe und ist sie geschwächt, dann kann das großen Einfluss auf dein Wohlbefinden haben.
Ein schwacher Beckenboden kommt bei Frauen häufiger vor, als du denkst. Es wird nur nicht oft darüber gesprochen, weil das Thema sehr schambehaftet ist. Denn die Muskulatur im Becken spielt beispielsweise eine große Rolle bei der Kontinenz. Doch auch Sexualfunktionen oder Körperhaltung hängen damit zusammen. Um zu verstehen, was es bedeutet, wenn der Beckenboden geschwächt ist, muss erst die Frage geklärt werden, was dort im Körper überhaupt passiert.
Welche Aufgabe hat der Beckenboden?
Der Beckenboden besteht aus drei Schichten, die übereinander im unteren Becken liegen. Er ist also eine Muskelgruppe, bestehend aus Muskeln, Bindegewebe und Faszien. Sie bilden eine Art Platte, die dafür sorgt, dass die Gebärmutter, die Blase und der Darm an ihrem Platz bleiben.
Kommt es bei Frauen im Laufe des Lebens zu einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur, dann fangen die Organe an, sich abzusenken. Sobald das passiert, werden ihre natürlichen Funktionen eingeschränkt und es entstehen Probleme, die sich häufig zuerst bei der Blase zeigen. Doch wie kommt es überhaupt erst zu einem geschwächten Beckenboden?
Wie entsteht eine Beckenbodenschwäche?
Eine Beckenbodenschwäche entsteht, wenn die Elastizität der Muskulatur nachlässt. Das kann altersbedingt passieren, aber auch andere Auslöser haben. Wie beispielsweise hormonelle Ursachen, körperliche Belastungen im Laufe des Lebens oder aber persönliche Einflüsse. Grundsätzlich verhält es sich also so wie mit jedem anderen Muskel, und ohne gezieltes Training kann auch der Beckenboden irgendwann nicht mehr seiner eigentlichen Aufgabe nachkommen und es kommt zu einer Beckenbodensenkung.
Beckenbodenschwäche Ursachen:
- Hormonelle Umstellungen wie die Wechseljahre oder eine Schwangerschaft
- Körperliche Belastungen während einer Schwangerschaft oder einer Geburt
- Heben und Tragen von schweren Gegenständen über Jahre hinweg
- altersbedingte Erschlaffung der Muskulatur
- ständige Verstopfung
- chronischer Husten
- Diabetes
- Rauchen
- starkes Übergewicht
Was sind die Folgen einer Beckenbodenschwäche?
Es kommt im Laufe ihres Lebens bei vielen Frauen zu einer Beckenbodensenkung, doch ob es wirklich zu Symptomen kommt und in welcher Ausprägung diese zu spüren sind, ist sehr individuell. So kann es sein, dass eine Frau keine oder nur leichte Symptome hat, aber eine andere wiederum mit sehr starken Folgen kämpfen muss. Das hängt zum einen von der Stärke der Senkung ab und zum anderen, wie sehr die Organe aufeinander oder gegen die Scheidenwand drücken. Damit du erkennst, ob du an einer Beckenbodensenkung leidest, sind hier einmal die wichtigsten Symptome aufgelistet. Doch diese Liste ersetzt keinen Besuch beim Arzt. Wenn du den Verdacht hast, dass dein Beckenboden geschwächt ist, dann hole dir lieber immer ärztlichen Rat ein.
Beckenbodenschwäche Symptome:
- Belastungsinkontinenz: Bei körperlichen Anstrengungen wie schwere Dinge heben, Sport, Lachen oder Husten kann der Urin nicht gehalten werden.
- Dranginkontinenz: Ein plötzlich auftretender starker Harndrang, bei dem es häufig zu unkontrolliertem Urinverlust kommt.
- Unterleibschmerzen
- Rückenschmerzen
- Verstopfung
- Störung des Lustempfindens
- Blasensenkung
- Gebärmutter- oder Scheidensenkung
- Stuhlinkontinenz
Was kannst du gegen einen schwachen Beckenboden tun?
Auch wenn sich das alles erst einmal schlimm anhört: Neben der ärztlichen Abklärung kannst du selbst etwas gegen deine Beckenbodenschwäche tun und dir so Lebensqualität zurückholen. Denn durch gezieltes Training ist es möglich, die Muskulatur so zu stärken, dass die Symptome abgemildert werden oder im besten Fall sogar gänzlich verschwinden. Auch wenn du noch keine Beschwerden hast, können die folgenden Produkte und dazugehörige Übungen verhindern, dass es überhaupt erst dazu kommt.

Stärkung der Muskulatur dank Beckenboden-Trainingshilfen
Damit du deine Muskulatur gezielt stärken kannst, hilft dir ein perfekt abgestimmtes Beckenboden-Trainings-Set.
Starte in Phase I mit den fünf Vaginalkonen: Mit ihnen schulst du gezielt die Wahrnehmung deiner Beckenbodenmuskulatur und gewinnst Stück für Stück die Kontrolle über sie zurück.
In Phase II beginnt mit einem Vaginalkegel das passive Dauertraining. So verhinderst du ein erneutes Erschlaffen des Beckenbodens.

Training mit einem Sitzkissen
Ein Sitzkissen für Beckenbodentraining stärkt nicht nur deine Beckenbodenmuskulatur, sondern fördert gleichzeitig eine gesunde Körperhaltung. Das Kissen ist perfekt im Alltag einsetzbar, da es passiv die Muskulatur im Beckenboden-, Brust- und Bauchbereich trainiert.

Training mit einem Pilates-Ring
Der Pilates-Ring hat verschiedene Anwendungsbereiche. Zum einen kannst du mit ihm deinen Beckenboden trainieren. Zum anderen ist er auch hervorragend geeignet, um die Rücken- und Bauchmuskulatur zu stärken. Bei regelmäßiger Anwendung werden zusätzlich deine Koordination und dein Gleichgewichtssinn geschult.
Allgemeine Tipps um den Beckenboden zu stärken
- Muskulatur trainieren ohne Hilfsmittel: Stelle dir vor, du musst dringend auf die Toilette, hältst dir aber den Urinstrahl zurück. Lasse zwischendurch immer wieder locker und spanne erneut an. Atme dabei bewusst normal weiter. Diese Übung lässt sich gut in den Alltag integrieren.
- Spanne den Beckenboden bewusst an, bevor du schwere Gegenstände hochhebst.
- Aufrechtes Sitzen oder Stehen fördert das automatische Mitarbeiten der Muskulatur.
- Sportarten wie Yoga, Pilates, Schwimmen oder Radfahren sind perfekt geeignet, um die Körpermitte zu trainieren, ohne den Beckenboden zu stark zu belasten.
Suche immer ärtzlichen Rat
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.
Der Beckenboden ist eine wichtige Muskelgruppe im Becken, die dafür sorgt, dass Organe wie die Blase, der Darm und die Gebärmutter an ihrem Platz bleiben. Im Laufe des Lebens kann es durch verschiedene Faktoren zu einem Nachlassen der Muskelkraft und des Bindegewebes kommen, was häufig eine Organsenkung nach sich zieht.
Zum einen ist es im Alter normal, dass die Muskulatur ohne gezieltes Training nachlässt. Zum anderen spielen hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren sowie eine Schwangerschaft und die anschließende Geburt eine große Rolle.
Mögliche Ursachen sind die Wechseljahre, eine Schwangerschaft oder Geburt sowie das Heben und Tragen von schweren Gegenständen. Auch eine altersbedingte Erschlaffung der Muskulatur, chronische Verstopfung, chronischer Husten, Diabetes, Rauchen oder starkes Übergewicht können dazu beitragen.
Wenn die Muskulatur im Beckenboden nachlässt, kommt es zu einer Absenkung der Organe. Die Folge ist häufig ungewollter Urinverlust beim Husten, Niesen oder Lachen, aber auch bei Sport und anderen körperlichen Anstrengungen. Weitere Symptome sind ein unangenehmes Druck- oder Fremdkörpergefühl im Unterleib sowie Rückenschmerzen.
Ein geschwächter Beckenboden muss nicht von Dauer sein. So wie jeder andere Muskel auch lässt er sich trainieren und kann seine Funktion wieder aufnehmen. Dafür gibt es gezieltes Beckenbodentraining, was dir hilft, die Kontrolle wieder zurückzubekommen. So verschwinden nach und nach deine Beschwerden und du kannst dich im Alltag wieder sicherer fühlen.
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