Dein Intimbereich hat wichtige Aufgaben. Damit du deinen Körper verstehst und Veränderungen rechtzeitig bemerkst, ist es wichtig, den Aufbau zu kennen.
Das weibliche Geschlechtsorgan ist ein sensibles Thema, worüber selten offen gesprochen wird. Dabei ist es sehr wichtig, dass du deinen Intimbereich kennst und verstehst. Nur so bist du in der Lage, Probleme schneller zu erkennen und kannst bereits im Vorfeld durch die richtige Pflege dafür sorgen, dass dein Körper gesund bleibt.
Der Aufbau der äußeren Organe
Auch wenn sich die Größe und Form je nach Frau unterscheidet, ist der Aufbau der Vulva im Normalfall immer identisch und teilt sich in folgende Bereiche auf:
- Der Venushügel und die äußeren Vulvalippen: Dieser Bereich ist umgangssprachlich auch als Schamhügel und Schamlippen bekannt. Doch du solltest dich für deinen Intimbereich nicht schämen, weshalb diese Begriffe irreführend sind. Der Venushügel und die äußeren Vulvalippen sind mit Fettgewebe ausgepolstert, um die innen liegenden Bereiche zu schützen. Die Haut wird durch Schweiß- und Talgdrüsen geschmeidig gehalten und vor Keimen geschützt
- Innere Vulvalippen: Hierbei handelt es sich um dünne Hautfalten, die unter den äußeren Vulvalippen liegen. Sie umgeben den Vaginaleingang und die Öffnung der Harnröhre. Sie sind aufgrund der vielen Blutgefäße und Nervenenden sehr empfindlich und können bei sexueller Erregung sogar anschwellen. Ihre Größe und Farbe sind bei jeder Frau unterschiedlich.
- Die Klitoris: Der größte Teil der Klitoris befindet sich im Inneren des Körpers. Äußerlich ist nur die Spitze mit ihrer Vorhaut zu sehen. Dieser Teil wird auch Klitoriseichel genannt. Von dort aus erstreckt sich der Klitorisschaft nach innen, von dem links und rechts zwei Schenkel abzweigen, die tief im Gewebe liegen. Zudem umschließen Schwellkörper die Harnröhre und den Vaginaleingang. Die Klitoris ist ein hochsensibles Organ mit Tausenden Nervenenden und spielt eine zentrale Rolle bei der sexuellen Erregung.
- Der Vaginaleingang: Zwischen den inneren Vulvalippen befindet sich der Scheidenvorhof. In ihm liegt neben der Harnröhrenöffnung der Vaginaleingang, der in jüngeren Jahren von einem Hymen bedeckt sein kann. Umgangssprachlich nennt man dieses dünne Häutchen auch Jungfernhäutchen. Auch hier ist dieser Name aber irreführend, denn die Formen des Hymens unterscheiden sich von Körper zu Körper und sagen nichts darüber aus, ob eine junge Frau bereits Sex hatte oder nicht.
Der Aufbau der inneren Organe
Die inneren weiblichen Geschlechtsorgane befinden sich in deinem Becken und spielen eine große Rolle bei der Fortpflanzung.
- Aufbau und Funktionen der Vagina: Die Vagina, auch Scheide genannt, ist die Verbindung zwischen den äußeren und inneren Geschlechtsorganen. Sie ist eine elastische Röhre, die etwa zehn Zentimeter lang ist und aus Muskelgewebe besteht. Dadurch ist es ihr möglich, sich stark zu dehnen, um beispielsweise ein Kind auf die Welt zu bringen. Im Inneren ist sie von der Scheidenflora bedeckt. In dieser Schleimhaut befinden sich Milchsäurebakterien, die verhindern, dass Krankheitserreger Schaden anrichten können.
- Gebärmutter: Die Gebärmutter, auch Uterus genannt, wird durch Bänder und Muskeln im Becken gehalten und hat die Form einer umgedrehten Birne. Am oberen, runden Ende befinden sich die Eileiter, und der lang gezogene untere Teil wird Gebärmutterhals genannt. Der Uterus hat eine dicke Muskelwand, die von einer Schleimhaut bedeckt ist. Diese baut sich im Laufe des Zyklus immer weiter auf. Nistet sich bei einer Schwangerschaft eine befruchtete Eizelle darin ein, fängt sie an, sich zu einem Embryo zu entwickeln. Passiert das nicht, wird die Schleimhaut während der Periode abgestoßen.
- Gebärmutterhals: Hierbei handelt es sich um den unteren Teil der Gebärmutter, der an einen Flaschenhals erinnert. Dieser Teil verbindet den Uterus mit der Vagina. Durch diesen kleinen Kanal können Spermien in die Gebärmutter gelangen oder während der Periode Menstruationsblut abfließen. Ähnlich wie die Vagina ist auch dieser Teil in der Lage, sich stark zu weiten, damit bei einer Geburt das Baby genug Platz hat, um auf die Welt zu kommen.
- Eileiter: Sie sind die Verbindung zwischen den Eierstöcken und der Gebärmutter. Ist eine Eizelle gereift und es kommt zu einem Eisprung, wandert die reife Eizelle vom Eierstock durch den Eileiter bis in die Gebärmutter. Wurde die Eizelle auf diesem Weg befruchtet, kann sie sich in der Gebärmutter einnisten. Ist das nicht passiert, löst sie sich auf und wird schließlich mit der Gebärmutterschleimhaut und dem Menstruationsblut nach draußen befördert.
- Eierstöcke: Diese zwei kleinen Organe sind mandelförmig und befinden sich jeweils links und rechts von der Gebärmutter. Sie produzieren die Eizellen und sind für die Bildung der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron verantwortlich. Im Normalfall reift einmal im Monat eine Eizelle in einem der Eierstöcke heran und wird dann mit dem Eisprung auf die Reise durch den Eileiter geschickt.
Schutz und Pflege der weiblichen Geschlechtsorgane
Wie du nun gesehen hast, sind die Funktionen des weiblichen Intimbereichs sehr weitreichend. Damit dein Körper gesund bleibt und optimal funktioniert, ist die richtige Pflege im Alltag entscheidend. Doch worauf solltest du nun genau achten?
Intimhygiene: Die Milchsäurebakterien im Scheidenmilieu sorgen dafür, Krankheitserreger und Bakterien fernzuhalten. Damit dieses Gleichgewicht nicht gestört wird, reicht es, wenn du deinen Intimbereich mit lauwarmem Wasser wäschst. Wenn du aber lieber ein Reinigungsprodukt benutzen möchtest, dann ist ein sanfter Reinigungsschaum die richtige Wahl.
Intimgesundheit: Kommt es in deinem Scheidenmilieu zu einem Ungleichgewicht und du hast Beschwerden wie Jucken und Brennen, kann dir unsere Milchsäure-Kur oder unsere Vaginal-Ovula helfen, deine Scheidenflora wieder aufzubauen.
Beckenbodentraining: Die Beckenbodenmuskulatur stützt die inneren Geschlechtsorgane und hält sie an ihrem Platz. Mit den richtigen Beckenbodentrainern kannst du die Muskulatur gezielt stärken.
Atmungsaktive Kleidung: Der weibliche Intimbereich ist empfindlich. Die Haut reagiert sensibel auf zu viel Feuchtigkeit und Wärme. Atmungsaktive Unterwäsche sorgt für eine bessere Luftzirkulation, wodurch sich Erreger nicht so schnell vermehren können.

Suche immer ärtzlichen Rat
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.
Der Aufbau unterteilt sich in äußere und innere Organe. Die äußeren Organe umfassen alle Teile, die man von außen sehen kann, und werden im Gesamten als Vulva bezeichnet. Die inneren Organe liegen im Körper im Beckenbereich.
Zum sichtbaren bzw. äußeren Bereich gehören der Venushügel, die äußeren und inneren Vulvalippen, die Klitoris sowie der Vaginaleingang. Das Innere des Körpers beherbergt wiederum die Vagina, den Gebärmutterhals, die Gebärmutter selbst sowie die Eileiter und die Eierstöcke.
Die Vulva bezeichnet alle äußeren Organe des weiblichen Intimbereichs. Die Vagina liegt im Inneren und verbindet den äußeren Bereich mit der Gebärmutter.
Die Funktionen der weiblichen Geschlechtsorgane sind vielfältig. Sie schützen den Intimbereich vor Krankheitserregern, sind für die Fortpflanzung zuständig, produzieren und regulieren die weiblichen Hormone und sorgen für das sexuelle Lustempfinden.
Im Scheidenmilieu leben Milchsäurebakterien. Sie sind dafür zuständig, Krankheitserreger und Bakterien fernzuhalten, und schützen somit die weiblichen Geschlechtsorgane vor Infektionen.
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