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Ich, mit meinem ersten Kind hochschwanger und bereits im Mutterschutz, stehend vor meinem Kleiderschrank. In der einen Hand eine Checkliste mit dem Titel „Kliniktasche“ und in der anderen Hand die besagte Tasche – bisher nur als Weekender für Kurztrips genutzt.

Nun ist es also soweit. In meinem Leben der erste Aufenthalt in einem Krankenhaus, denke ich mir. Monatelang hat mich eine App begleitet und nun kam die Erinnerung, die Tasche vorzubereiten. Überall der gleiche Tenor „lieber zu früh als zu spät gepackt“.

Ok, dann fangen wir mal an:

Mit der Wahl der Tasche geht es schon los.

Wie bereits geschrieben, habe ich mich für meinen Weekender entschieden, denn länger als 2-3 Tage plane ich nicht in der Klinik zu bleiben. So der Plan.

Zuerst das Wichtigste – du selbst. Fange am besten mit deinen persönlichen Sachen an. Hier ganz entscheidend: Bequeme und luftige Sachen!

Aber man möchte ja auch nicht zu „lumpig“ rüberkommen. (Haha, als ob es irgendjemanden (und einen selber) nach der Geburt wirklich interessieren würde, wie man aussieht.) Praktische Wohlfühlkleidung ist das A & O. Wenn du stillen möchtest, dann überlege, welche Unter- und Ober-Kleidung sich dafür am besten eignet – in jeglicher Position und auch zu jeder Uhrzeit.

Hier mal eine Auflistung mit den persönliche Dingen, die meiner Meinung nach am wichtigsten sind:
  • Persönliche Unterlagen wie Mutterpass, Stammbuch, Personalausweis, Krankenversicherungskarte
  • Unterwäsche (Still-BH)
  • Jogginganzug bzw. die Bestandteile eines gemütlichen Outfits
  • Nachtbekleidung
  • Socken und Hausschuhe/Badeschuhe
  • Kosmetik- und Waschsachen
  • Stilleinlagen
  • Ladegeräte für elektronische Geräte (Handy, Kamera etc.)
  • Snacks wie Power-Riegel, Nüsse etc.
  • Still-Kissen
  • Handtuch (falls nicht von Klinik bereitgestellt)

Vom Kleiderschrank ins Bad und wieder zurück. Und so wusele ich durch die Wohnung und suche und lege alles auf einen Haufen zusammen, was ich gebrauchen könnte.

Zeitschrift oder Buch? Nö, habe ich nicht eingeplant – Baby ankucken ist angesagt… oder per Nachrichten der ganzen Welt mitteilen, dass man das wunderbarste Wesen auf die Welt gebracht hat. wink

Dann heißt es Packen für das Baby:
  • Wickelbody (Lang- oder Kurzarm)
  • Strampler oder 2-teiliger bequemer Anzug (am besten mit Fuß)
  • Ausfahrgarnitur (wie Mütze, Strickjacke, Socken bzw. im Winter noch Handschuhe etc.)
  • Mullwindeln, Spuck- und Pflegetücher
  • Decke bzw. Einschlagdecke vor allem für die Heimfahrt
  • Schnuller
  • Autositz/Trageschale fürs Baby
Um das Packen zu erleichtern würde ich euch noch folgende Dinge empfehlen:
  • Jede Klinik ist anders ausgestattet, ob Einzel-, Mehrbettzimmer oder Familienzimmer. Erkundigt euch vorher in der Klinik oder Geburtshaus, was vorhanden ist oder was ihr mitbringen müsst. Dafür gibt es auf deren Webseite auch schon die Hinweise. Zudem bieten fast alle Entbindungshäuser „Tag der offenen Tür“ oder ähnliche Besichtigungs-Veranstaltungen an.
  • Fragt eure Freunde, die auf dem gleichen Weg entbunden haben (ob Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburt), vor allem fragt die Partner*in, was sie den Frauen noch (nach)holen bzw. nachträglich mitbringen sollten.
  • Ladet euch Checklisten zum Abhaken herunter.
  • Legt das noch fehlende Utensil (z.B. Handy-Ladegerät) als „Post-it“ oder einen großen Zettel auf die offene Tasche, sodass es wenn es Nachts losgeht, schnell noch eingepackt werden kann oder der Mann/die Frau sofort sieht und eigenständig einpacken kann. Denn ganz plötzlich kann es so schnell gehen und in der Aufregung (keine Panik!) vergessen werden oder untergehen.
  • Den Autositz bereits vor der Geburt zusammen mit der Begleitperson ins Auto packen, korrekt montieren und austesten (gerne auch an einem Kuscheltier)!

Im Nachhinein kann ich sagen, ich hatte alles dabei was ich gebraucht habe, denn ich hatte tatsächlich nur 3 Tage Aufenthalt in der Klinik. Den Kinderwagen bzw. den Autositz für die Fahrt hat mein Mann mitgebracht als er uns nach Hause geholt hat.

Es ist aber auch nicht dramatisch, wenn was fehlen oder der Aufenthalt unerwartet länger sein sollte (z.B. Notkaiserschnitt oder die Werte des Babys sind noch nicht i.O.). Denn in den meisten Fällen ist der Mann/die Frau, die Familie oder eine Freundin oder Freund zur Stelle und kann schnell nach Hause oder in die nächste Drogerie/Apotheke huschen.

Also genießt den Pack-Prozess für die aufregendste Reise eures Lebens! smile

Viele Grüße,

 

 Eure Melissa // 34 Jahre, einfach-Mama von einem Baby-Jungen
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