Unser Konzept zum Beckenboden

Der Beckenboden ist eine der wichtigsten Muskelgruppen im weiblichen Körper. Eine intakte Beckenbodenmuskulatur sorgt für eine gesunde Körperhaltung, gibt den inneren Organen im Becken und Bauchraum einen festen Halt, sichert die Funktionsfähigkeit der Schließmuskulatur von Blase und Darm, kann die sexuelle Lust steigern und ist für das allgemeine Wohlbefinden unverzichtbar.

Unabhängig vom Alter bzw. in welcher Lebensphase oder Situation sich eine Frau befindet, können Probleme durch eine Beckenbodenschwäche auftreten. Durch unterschiedliche Einflüsse, wie eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre kann der Beckenboden geschwächt werden. Diese und weitere Ursachen für eine Beckenbodenschwäche, können bei einer Frau zu verschieden Problemen, wie eine Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz), Rückenschmerzen oder ein gestörtes Lustempfinden führen.

Den unangenehmen Folgen einer Beckenbodenschwäche kann jedoch vorgebeugt bzw. können diese gelindert oder sogar vollständig behoben werden. Die Lösung ist Beckenbodentraining!

Der Beckenboden sollte regelmäßig trainiert werden, um einen Abbau der Muskulatur und somit einer ganzen Reihe von unerwünschten Begleiterscheinungen zu verhindern. Auch wenn der Beckenboden nicht sichtbar ist, kann gelernt werden, die Muskeln des Beckenbodens willkürlich zu bewegen und durch ein Training gezielt zu stärken. Dabei ist Beckenbodentraining nicht nur in der Schwangerschaft, nach der Geburt und in den Wechseljahren wichtig – es ist für Frauen jeden Alters sinnvoll.

Mit dem ELANEE Beckenbodentrainingssortiment kann die Beckenbodenmuskulatur aktiv aufgebaut werden. Mit einer Mischung aus vaginal eingeführten (invasiven) und äußerlichen (nicht-invasiven) Hilfsmitteln kann der Beckenboden gestärkt werden. So können Sie Probleme aktiv verhindern und das Frausein genießen.

Problemlösungskonzept für einen starken Beckenboden

Unsere Produkte im Bereich Beckenbodentraining bieten in vier Problemlösungsstufen ein effektives Beckenbodentraining: von der Wahrnehmung der Beckenbodenmuskulatur über die bewusste Muskelsteuerung und den Muskelaufbau bis hin zur Stabilisierung. Durch die kombinierte Anwendung der Produkte können die drei Schichten des Beckenbodens stufenweise trainiert und gestärkt werden.

Stufe 1: Wahrnehmung der Beckenbodenmuskulatur

Die erste Problemlösungsstufe verfolgt das Trainingsziel die Beckenbodenmuskulatur zu finden und bewusst wahrzunehmen. Das Wissen um die Muskelschichten und ihre Funktionen ermöglichen erfährungsgemäß ein gezielteres Üben und Trainieren. Oft arbeiten unterschiedliche Muskelgruppen zusammen, um eine zielgerichtete Bewegung ausführen zu können. Die Beckenbodenmuskeln werden dabei selten bewusst angespannt und daher kaum wahrgenommen. In der ersten Stufe sollen Sie unterscheiden lernen, welche Muskelgruppen angespannt werden und welche die Beckenbodenmuskeln sind. Unsere Beckenboden-Trainingshilfen Phase I aktiv helfen bei der Wahrnehmung und Anspannung (Aktivierung) der Beckenbodenmuskulatur und lassen Sie einzelne Muskeln spüren.

Die Beckenboden-Trainingshilfen Phase I aktiv sind ein Medizinprodukt und ein zugelassenes Hilfsmittel und können von einer Frauenärztin/einem Frauenarzt oder einer Urologin/einem Urologen per Rezept verschrieben werden. Sie sind für Frauen mit einer Belastungsinkontinenz sogar zuzahlungsfrei.

Stufe 2: Bewusste Muskelsteuerung

Nach der Wahrnehmung und Aktivierung der Muskelgruppen gilt es, die Muskulatur bewusst zu steuern, also ein bewusstes Zusammenziehen der Beckenbodenmuskulatur ohne die umliegenden Muskelgruppen (z.B. Gesäßmuskel). Dafür sorgt das regelmäßige Training mit den Beckenboden-Trainingshilfen Phase I aktiv. Das Training basiert auf dem Biofeedback-Prinzip. Zum leichteren Einführen (z.B. bei vorliegender Scheidentrockenheit) kann das Intim-Hydrogel verwendet werden.

Stufe 3: Muskelaufbau

Bei der dritten Stufe „Muskelaufbau“ geht es darum, die Beckenbodenmuskulatur durch regelmäßiges Training zu kräftigen. Gezielte Übungen können die unterschiedlichen Muskelschichten des Beckenbodens stärken, ähnlich wie bei einem Hanteltraining. Das reflexartige Zusammenziehen der Beckenbodenmuskulatur und die zunehmende Steigerung der Gewichte sorgen für einen effektiven Muskelaufbau. Sollte das Training mit den Beckenboden-Trainingshilfen Phase I aktiv bereits bei dem erfolgreichen Halten der schwersten Kone angelangt sein, kann zur Erhöhung des Schwierigkeitsgrades zusätzlich das Intim-Hydrogel verwendet werden. Das steigert den Trainingseffekt! Mit den Beckenboden-Trainingshilfen Phase I aktiv trainieren Sie vor allem die äußere und mittlere Muskelschicht. Die verschieden Beckenbodenübungen im beigefügten Übungsprogramm unterstützen zudem das Training und tragen wirkungsvoll zum Muskelaufbau Ihrer inneren Beckenbodenschicht bei.

Die Beckenboden-Trainingshilfe Phase II dient dem dauerhaften Folgetraining der Beckenbodenmuskulatur. Sie trainiert vor allem, ebenso wie die Beckenboden-Trainingshilfen Phase I aktiv, die äußere und mittlere Beckenbodenschicht jedoch durch passive Stimulation. Diese wird durch zwei frei schwingende Kugeln im Inneren des Vaginalkegels, welche bei jeder Bewegung leicht vibrieren, erzeugt. Zum leichteren Einführen oder Entfernen der Trainingshilfe kann das Intim-Hydrogel verwendet werden.

Im Alltag (z.B. im Büro) kann das Sitzkissen für Beckenbodentraining verwendet werden. Das Wirkprinzip des Sitzkissens ist das “aktive Sitzen”. Das mit Luft gefüllte Kissen erzeugt eine leichte Instabilität im Becken. Bei dem Versuch diese Instabilität auszugleichen, wird die gesamte Hüftmuskulatur inkl. der Beckenbodenmuskulatur, hier besonders die innere Muskelschicht, beansprucht und somit gestärkt. Ein positiver Nebeneffekt des aktiven Sitzens ist eine gesunde Körperhaltung, welches in der Kräftigung der dritten innersten Beckenbodenschicht begründet liegt. Das Beckenbodentraining mit dem Sitzkissen kann mit dem Produkt beiliegenden Übungsprogramm noch intensiviert werden.

Der Pilates-Ring ist ein einfaches und effektives Trainingshilfsmittel für ein aktives Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur. Er ist auch für ein gezieltes Kraft- und Aufbautraining im Bereich der Brust-, Schulter-, Arm- und Beinmuskulatur geeignet. Das bloße Zusammendrücken des Pilates-Rings mit den Beinen sorgt bereits für die aktive Beanspruchung der Beckenbodenmuskulatur. Die Trainingsübungen im beiliegenden Übungsposter unterstützen den gezielten Aufbau und die Stärkung der Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur.

Stufe 4: Stabilisation

Wie jeder Muskel bildet sich auch die Beckenbodenmuskulatur ohne Training nach einiger Zeit wieder zurück. Um den Beckenboden zu stabilisieren und einer Belastungsinkontinenz dauerhaft entgegenzuwirken, sollte Sie Ihren Beckenboden regelmäßig mit den Beckenboden-Trainingshilfen Phase I aktiv überprüfen und ein neues Training beginnen, sobald die Muskulatur schwächer geworden ist. Für die „Stabilisation“ sorgen weitere Beckenbodenübungen – mit oder ohne Trainingshilfsmittel – und der wiederkehrende Gebrauch der Beckenboden-Trainingshilfe Phase II.